Dank Ziegele-Einwechslung zum Punktgewinn in Duisburg

Im Abendspiel trennten sich Tabellenführer MSV Duisburg und Eintracht Braunschweig 1:1

Dank Ziegele-Einwechslung zum Punktgewinn in Duisburg

Duisburg. Es war kein Leckerbissen, als in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena der Schlusspfiff ertönte, atmeten beide Mannschaftsseiten erst mal kräftig durch. Im Drittligaspiel zwischen dem Spitzenreiter MSV Duisburg und dem Traditionsverein Eintracht Braunschweig bekamen die Zuschauer einen munteren 1:1-Abendkick zu sehen. Die Gäste aus Braunschweig mauerten in der Defensive lange und konnten gleich mit dem ersten Torabschluss den Führungstreffer bejubeln. Kurz vor dem Spielabpfiff brach der Abwehrriegel der Eintracht-Defensive dann auseinander und Duisburg kam zum verdienten Ausgleichstreffer. Den Punktgewinn von Eintracht Braunschweig war besonders Torwart Jasmin Fejzic gutzuschreiben. Eintracht-Kapitän Bernd Nehrig sah allerdings seine fünfte Gelbe und muss im kommenden Heimspiel gegen den 1.FC Kaiserslautern zwangsbedingt pausieren. In der Innenverteidigung könnte gegen die roten Teufel Benjamin Kessel ausfallen, er musste frühzeitig ausgewechselt werden und der eingewechselte Kessel-Ersatz Robin Ziegele erzielte den Löwen-Führungstreffer.

Die Braunschweiger Taktik sollte auch nach der Auswechslung von Benjamin Kessel aufgehen. Oftmals wurden die Räume sehr eng gemacht. Mit gewissen Offensivstichen klappte es allerdings gar nicht, offensiv agierte Braunschweig kaum. Man spürte das Spielmacher Martin Kobylanski und Nick Proschwitz, die einmal mehr nur auf der Ersatzbank saßen, in allem Belangen des Braunschweiger-Angriffsfußball fehlten. Trainer Marco Antwerpen setzte lieber neben seinem Neuzugang Marvin Pourie (kam aus Karlsruhe) auf die schnellen Mervaille Biankadi (kam aus Heidenheim), Marcel Bär  und Mike Feigenspan, doch allesamt konnten die Vier herzlich wenig auf dem Spielfeld bewirken.

So mussten sich die knapp 15.000 Zuschauer statt auf ein Drittliga-Kracher, welches diesen Namen auch verdient gehabt hätte, auf einen eher munteren Kick einstellen. Erst kurz vor dem Pausenpfiff erhitzten sich dann endlich die Gemüter: Erst war es MSV-Verteidiger Joshua Bitter (43.) der völlig freistehend um Zentimeter am langen Pfosten vorbei köpfte und postwendend erzielte Braunschweig mit dem ersten Torversuch den Führungstreffer. Der eingewechselte Robin Ziegele (44.), der für den verletzten Benjamin Kessel in die Partie kam, erzielte nach einem Freistoß aus dem Halbfeld per Seitfallzieher das 0:1. Die „Löwen“ aus Braunschweig hatten dabei aber mächtig Glück, denn Felix Burmeister zeigte sich im Abseits stehend mit zum Ball gelaufen und irritierte so MSV-Schlussmann Leo Weinkauf. Der saarländische Schiedsrichter Patrick Alt hatte dies ungeahndet gelassen. So gingen beide Teams mit dem 0:1 in die Katakomben.

Halbzeitstand: „MSV Duisburg - Eintracht Braunschweig 0:1“

Pourie-Treffer zählte zu Recht nicht

Zu Wiederbeginn der zweiten Hälfte, gleiches Bild. Die Hausherren fanden kein Mittel gegen die Defensive der Gäste. Anders die Braunschweiger, kaum kamen die vor das Gehäuse der Duisburger, rappelte es auch wieder.  Marvin Pourie (56.) wurde von Mike Feigenspan bedient, ging in den Zweikampf und verpasste dabei die Hereingabe, der Ball kullerte dennoch ins lange Eck. Aber weil Braunschweigs-Neuzugang sich in einer Abseitsstellung befand, zählte der Treffer zu Recht nicht.

Torwart Fejzic ist Braunschweigs Garant - kann aber nicht alles halten

Ex-Braunschweig Trainer Torsten Lieberknecht wechselte dann doppelt und brachte neues Leben in die Duisburger Bude hinein. Der eingewechselte Lukas Daschner spielte Ahmet Engin frei, doch „Löwen“-Torwart Jasmin Fejzic (68.) machte die kurze Ecke zu. Drei Zeigerumdrehungen später scheiterte Engin erneut am gut aufgelegten Fejzic. Erst beim dritten Versuch war dann Fejzic machtlos; Ahmet Engin (74.) drippelte sich durch den Braunschweiger-Strafraum und spitzelte die Kugel zum 1:1 ins Gehäuse.

Auch im weiteren Spielverlauf blieb Fejzic im Blickpunkt; kurz vor dem Schlusspfiff (85.) wischte er einen Schlenzer von Lukas Daschner über die Latte. Doch aus dem Nichts wurde es gegenüber brandgefährlich, der ehemalige Elversberger Mervaille Biankadi (88.) kam zu einer Doppelchance und hätte beinahe den Führungstreffer bejubeln dürfen. Duisburg konnte den Ball noch vor dem Überrollen der Torlinie klären. In der Schlussphase wurde es dann am Braunschweiger-Gehäuse nochmal brandgefährlich, doch BTSV-Keeper Jasmin Fejzic zeigte sich von seiner besten Seite; erst scheiterte der eingewechselte Lukas Scepanik (90.+1) und dann auch noch Spielmacher Moritz Stoppelkamp, dessen Torabschluss das Aluminium touchierte. Beinahe hätte Duisburg in der letzten Sekunde den Siegtreffer geschossen. Ende in Duisburg.

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