Regionalliga-Absturz kommt näher! „Dorfklub“ verliert zum Re-Start 0:2

Unterhaching springt durch den Auswärtserfolg auf Tabellenplatz zwei

Regionalliga-Absturz kommt näher! „Dorfklub“ verliert zum Re-Start 0:2

Großaspach. Der stark Abstiegsbedrohte Fußball-Drittligist SG Sonnenhof Großaspach musste zum Re-Start der 3.Liga einen herben Dämpfer einfahren. In der heimischen Wir-machen-Druck-Arena unterlag man den Gästen aus Unterhaching mit 0:2 und muss im Abstiegskampf erneut einen herben Dämpfer einstecken. Trainer Hans-Jürgen Boysen feierte zwar seinen 63.Geburtstag, konnte aber keinen Sieg verzeichnen – und das obwohl sich seine Mannschaft recht teuer verkaufte und eine starke Partie präsentierte. Bürgermeisterin Frau Sabine Welte-Hauff zitterte persönlich mit und sah sich die Partie vor Ort auf der Tribüne an. Unterhaching rutscht mit dem Auswärtserfolg verschärft in den Aufstiegskampf mit, während es für die SG Sonnenhof Großaspach immer mehr in Richtung Abstieg in die Regionalliga Südwest gehen könnte.

Trainer Hans-Jürgen Boysen nahm im Vergleich zu dem 0:2 beim FC Bayern München II vor der Corona-Pandemie fünf Wechsel vor. Er brachte Burger, Ünlücifci, Krasniqi, Meiser (Saisondebüt) und Martinovic anstelle von Slamar, Behounek, Hingerl, Jüllich und Morys.

Gegenüber wechselte SpVgg-Trainer Claus Schromm im Vergleich zum 0:1 in Chemnitz sechsmal: Schwabl, Dombrowka, Bigalke, Heinrich, Hain und Schröter starteten anstelle von Endres (Bänderriss im Knöchel), Welzmüller (Muskelbündelriss), Bandowski (Schlag aufs Knie), Hufnagel, Dietz und Stroh-Engel.

Die ersten Spielminuten begann Unterhaching mit aggresivem Anlaufen. Nennenswerte Torchancen sollten aber erst mal aus bleiben. In der 23.Spielminute gab es dann den ersten Aufschrei in der Großaspacher-Arena; Unterhaching-Verteidiger Alexander Winkler sprang im eigenen Strafraum bei einem Zweikampf mit Sonnenhof-Akteur Dominik Martinovic an den Oberarm, Großaspach reklamierte zwar lautstark, bekam aber keinen Elfmeter. Schiedsrichter Daniel Schlager zeigte zum Unverständnis der Großaspach-Offiziellen auf der Haupttribüne auf Eckball. Aspach-Kapitän Kai Gehring (35.) vergab die größte Torchance im ersten Durchgang, nach einem Abpraller nach einer Ecke setzte Gehring das Leder über das Gehäuse.

Danach riss SGS-Akteur Vlachodimos das Spielgeschehen an sich, war an jeder offensiven Aktion der Gastgeber beteiligt und bereitete kurz vor dem Pausenpfiff die nächste Riesen Großaspach Chance vor, doch seine Mitspieler verpassten in der Mitte um Haaresbreite. Besser machten es dann die Gäste aus Unterhaching, mit dem Halbzeitpfiff. Max Dombrowka tankte sich auf den Außen gegen Sebastian Bösel durch, flankte und Felix Schröter (45. +1) nahm den Ball per Volleyabnahme und erzielte den 1:0 Gäste-Führungstreffer. Pause. Großaspach musste erneut mit einem Rückschlag in die Kabine gehen, obwohl man mal wieder sehr gute Torchancen hatte.

Halbzeitstand: „SG Sonnenhof Großaspach – SpVgg Unterhaching 0:1“

Kaum aus den Katakomben herausgekommen, gingen die Köpfe auf der Heimseite erneut in Richtung Rasenblick; die weiß gekleideten Gäste aus Unterhaching jubelten schon wieder. Traumtor. Der aufgerückte Markus Schwabl bediente den ehemaligen Bundesligaspieler Stephan Hain, der nahm die Kugel mit der Brust an, drehte sich um 180 Grad nach rechts und vollendete sehenswert per Flachschuss mit links ins Eck zum 2:0 (48.).

Danach schlugen die bitteren Minuten von SGA-Stürmer Dominik Martinovic: Erst sah er für eine Schwalbe die gelbe Karte (57.), dann scheiterte er mit einem Torabschluss über das Tor (62.) und nahm auch nur zwei Minuten später das Geschenk von SpVgg-Torwart Nico Mantl nicht an und schoss den fehlgeleiteten Abwurf an den Pfosten. Trainer Hans-Jürgen Boysen nahm ihn kurz darauf vom Spielfeld herunter.

Großaspach ließ zwar im weiteren Spielverlauf nicht die Köpfe hängen, aber glaubte wohl selbst nicht mehr an die Wende. Eher hätten die Gäste aus Unterhaching mit dem eingewechselten Lucas Hufnagel (75.) noch auf 3:0 stellen können, doch SGA-Keeper Maximilian Reule parierte stark. Auf Seiten der Hachinger kassierten in der Schlussphase noch Max Dombrowka und Jim-Patrick Müller ihre jeweils fünfte gelbe Karte und fehlen damit im nächsten Heimspiel.

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