SV Kerpen Illingen beweist Humor

In der aktuellen Corona-Krise rückt das Saarland ein Stück weit zusammen. Vielerorts herrscht Verständnis für Spielabsagen, denn die Gesundheit geht schließlich vor.

SV Kerpen Illingen beweist Humor

In der aktuellen Corona-Krise rückt das Saarland ein Stück weit zusammen. Vielerorts herrscht Verständnis für Spielabsagen, denn die Gesundheit geht schließlich vor.

Der SV Kerpen Illingen war in Sachen-Pandemie-Prävention schon immer ein Vorbild. Auf Facebook erklärte ein Vereinsmitglied:

„Lieber Herr Adrian Zöhler,

ich möchte Sie in Ihrer Funktion als Präsidiumsmitglied des saarländischen Fußballverbandes eindringlich dazu auffordern, die herausragenden Verdienste der aktiven Herrenmannschaft des SV Kerpen 09 Illingen im Kampf um die Eindämmung des Coronavirus zu würdigen.

Schon seit längerer Zeit trainieren wir überaus selten und wenn ein Training zustande kommt, führen wir dies meist nur mit sechs bis sieben Spielern aus. Dies trägt natürlich dazu bei, die Infektionsketten zu unterbrechen.

Darüber hinaus halten wir bei unseren Spielen zumeist einen Sicherheitsabstand von drei bis vier Metern zu unseren Gegenspielern ein, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Jubeltrauben nach Torerfolgen gibt es bei uns überaus selten und durch unsere mäßigen Leistungen sorgen wir nachhaltig und mit einer beeindruckenden Konstanz dafür, dass die Zuschaueranzahl bei unseren Spielen in einem sehr überschaubaren Ausmaß bleibt. Selbst die Bundesregierung scheint schon auf unser erfolgreiches Vorgehen aufmerksam geworden zu sein und empfiehlt nach unserem Vorbild, die sozialen Kontakte auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Auch andere präventive Maßnahmen werden bei uns groß geschrieben. Wir desinfizieren unsere Kehlen nach jeder Einheit mit alkoholischen Getränken. Die überlebenden Erreger fallen der heißen Luft zum Opfer, die viele Vereinsmitglieder im Vereinsheim von sich geben. Falls sich jemand einem solch umsichtigen Verein anschließen möchte, der in einem solchen Ausmaß Verantwortung für die ganze Gesellschaft übernimmt, stelle ich gerne den Kontakt her.

Doch nun zurück zu meiner eingangs formulierten Forderung. Wenn daraus nicht mindestens der vom Verband beschlossene Klassenerhalt in der Bezirksliga Neunkirchen resultiert, dann habe ich den Glauben an die Fairness im Sport verloren. In diesem Sinne, Herr Köhler, verbleibe ich

Mit sportlichen Grüßen“

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