Trainingsbetrieb mit Einschränkungen soll bald wieder möglich sein

Die Sportminister der Bundesländer haben ein Konzept für eine stufenweise Öffnung des Breiten- und Spitzensports angefertigt.

Trainingsbetrieb mit Einschränkungen soll bald wieder möglich sein

Die 16 Bundesländer in Deutschland wollen nach und nach den Trainingsbetrieb im Freizeit- und Breitensport wieder ermöglichen. Nach einer Besprechung am Montag legten die Sportminister einen Entwurf für einen Stufenplan vor, der in einem ersten Schritt das Training im Freien wieder ermöglichen soll. Ein konkreter Termin wurde zunächst nicht genannt.

Auf den öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen müsse ein Abstand zwischen den Sportlern von zwei Metern gewährleistet sein, erklärte Bremens Sportsenatorin Anja Stahmann (Grüne). Der Wettkampfbetrieb und Zuschauerbesuche sollen im Breitensport vorerst noch untersagt bleiben.

Mit einer Zulassung des Wettkampfbetriebs in sogenannten Kontakt- und Mannschaftssportarten rechnen die Sportminister dann erst in einem noch späteren Schritt. Die Fortsetzung des Spielbetriebs in der Fußballbundesliga, ebenfalls vor leeren Zuschauerrängen, halten die Länderminister ab Mitte oder Ende Mai wieder für vertretbar.

Soweit sich die Konzepte bewährten, könne der Spielbetrieb mit zeitlicher Verzögerung auf die dritte Liga, die Frauen-Bundesliga und den DFB-Pokal ausgeweitet werden, hieß es. "Die Deutsche Fußballliga muss dabei strengste hygienische und medizinische Voraussetzungen schaffen, durchsetzen und mit geeigneten Maßnahmen überprüfen", erklärte Stahmann, die Vorsitzende der Sportministerkonferenz ist. Die Fußballliga und die Vereine müssten zudem ihren Beitrag leisten, dass sich bei Geisterspielen "auch im Umfeld der Stadien keine Fangruppen" versammelten.

Niedersachsens Sportminister Boris Pistorius (SPD) sprach sich für eine Öffnung der Freiluftanlagen ab Anfang Mai aus, sofern sich der Pandemieverlauf nicht verschlechtere. Ein Wettkampfbetrieb mit Zuschauern solle aber bis auf weiteres nicht gestattet werden, betonte Pistorius. Die Beratungsergebnisse der Sportminister sollen in die Gespräche von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am 30. April einfließen.

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