Erst der Pechvogel, dann der Held! Grill pariert Kaiserslautern ins Achtelfinale

Im Fritz-Walter-Stadion wurde am Abend einiges geboten; letztendlich siegte Kaiserslautern im Elfmeterschießen und schaltete den nächsten höherklassigen Club aus

Erst der Pechvogel, dann der Held! Grill pariert Kaiserslautern ins Achtelfinale

Kaiserslautern. Es ist die nächste Pokalüberraschung im DFB-Pokal. Im heimischen Fritz-Walter-Stadion konnte sich der 1.FC Kaiserslautern erneut mit einem Coup vor dem eigenen Publikum verabschieden. Nachdem man bereits in Runde 1 überraschend den Bundesligisten 1.FSV Mainz 05 ausgeschaltet hatte, konnte man nun auch den Zweitligisten 1.FC Nürnberg mit 6:5 nach Elfmeterschießen aus dem Pokalwettbewerb kegeln. – und das trotz eines riesen Blackouts von FCK-Schlussmann Lennart Grill; erst wurde er zum tragischen Pechvogel, dann mutierte Grill am Betzenberg zum Elfmeterheld. Zwischenzeitlich musste der „Club“ aus Nürnberg sogar notgedrungen mit einem Feldspieler im Tor weiterspielen; Enrico Valentini ging für den verletzten Patrik Klandt ins Tor. Nur im Liga-Alltag der 3.Liga ist den Fans vom 1.FC Kaiserslautern aktuell nicht so zum Lachen, denn dort taumelt man weiterhin im Abstiegskampf.

Schon früh in der Partie erzielten die Hausherren den Führungstreffer; ein zweifelhafter Strafstoß gab die Möglichkeit zum Führungstreffer; nachdem Florian Pick (7.) im Strafraum abhob, versenkte Timmy Thiele (8.) den anschließenden Strafstoß zum 1:0. Sieben Zeigerumdrehungen später der nächste Torjubel; ein Freistoß von Johannes Geis (14.) versuchte Timmy Thiele im Strafraum der Heim Mannschaft per Kopf zu klären, doch der Klärungsversuch von Thiele trifft den Rücken von Lukas Gottwalt und Lukas Jäger (15.) versenkte aus zehn Metern oben links. Zum Pausenpfiff stand es weiterhin 1:1. Halbzeitpause.

Halbzeitstand: „ 1.FC Kaiserslautern – 1.FC Nürnberg 1:1 „

Die nächste große Aufregung gab es nach dem Seitenwechsel in der 72.Spielminute; der zuvor eingewechselte Tim Handwerker lief seinem Gegenspieler Dominik Schad in die Hacken – und Schiedsrichter Guido Winkmann zeigte erneut auf den Punkt; Elfmeter 1.FC Kaiserslautern; Timmy Thiele (73.) platzierte seinen Schuss genau oben links, doch Thiele wurde nicht zum Jubeln geschickt und musste erneut antreten; zu viele Spieler seien laut Winkmann zu früh in den Strafraum eingelaufen – im zweiten Anlauf tritt erneut Thiele an und zeigte sich ganz unberührt und eiskalt; erneut verwandelt der FCK-Angreifer oben Links und dieses Mal zählte der Treffer sogar. 2:1 1.FC Kaiserslautern. Mitten in die letzten Sekunden vor dem Spielabpfiff passierte dann der Riesen Blackout von Kaiserslautern-Torwart Lennart Grill; Unfassbar! Grill legte sich den abgefangenen Ball zum Abschlag vor die Füße, übersah aber, dass Nürnbergs Michael Frey lauerte, überraschte den FCK-Schlussmann, schnappte sich den freilegenden Spielball und versenkte im leeren Gehäuse der Pfälzer. Eine Szene, die dem 1.FC Kaiserslautern das vorzeitige Weiterkommen kostete! Damit ging es in die Verlängerung.

In der Verlängerung bekamen die Zuschauer zwar keine Treffer mehr zu Gesicht, doch eine weitere Kuriose Szene. Nürnberg-Keeper Patric Klandt musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden; und FCN-Trainer Damir Canadi hatte keinen Spielerwechsel mehr zur Verfügung; somit musste Nürnberg in Unterzahl weiterspielen und Feldspieler Enrico Valentini überstreifte sich das blaue Torwarttrikot vom „Club“ – Valentini bestritt die letzten Minuten damit als Torwart. Sonst passierte in der Verlängerung nichts mehr an nennenswerten Höhepunkten. Die Partie am Betzenberg ging ins Elfmeterschießen.

Hier die Reihenfolge im Elfmeterschießen;

1:0 Kevin Kraus
1:1 Johannes Geis
2:1 Lucas Röser
2:2 Robin Hack
3:2 Manfred Starke
3:3 Nikola Dovedan
4:3 Christian Kühlwetter
4:4 Michael Frey
5:4 Christoph Hemlein
5:5 Asger Sörensen
6:5 Andri Runar Bjarnason
6:5 Tim Handwerker verschießt

Der anschließende Jubel hielt danach auf Seiten der Roten Teufel keinerlei Grenzen mehr – man ist ins Achtelfinale eingezogen. Im Liga-Alltag der 3.Liga muss Kaiserslautern am Wochenende mit einem Heimspiel gegen die Würzburger Kickers weitermachen.

Logo