Mike Frantz sprach mit uns über Training in Zeiten von Corona und vieles mehr

Nicht nur der Fußball, auch sämtliche anderen Sportarten fallen dem Corona Virus derzeit zum Opfer. Fußball-News Saarland unterhielt sich in im ersten Teil der Interviewserie in dieser schweren Lage mit Mike Frantz von Bundesligist SC Freiburg.

Mike Frantz sprach mit uns über Training in Zeiten von Corona und vieles mehr

Freiburg. Nicht nur der Fußball, auch sämtliche anderen Sportarten fallen dem Corona Virus derzeit zum Opfer. Das öffentliche Leben in Deutschland ist derzeit sehr eingeschränkt. Viele Menschen sind in Deutschland bereits an Covid-19 erkrankt. Die Fußball-Bundesliga setzt daher den Spielbetrieb vorerst bis einschließlich 30. April 2020aus. Aufgrund der dynamischen Entwicklungen der Corona Virus-Pandemie waren diese Entscheidungen unumgänglich.

In der Tabelle der 1. Bundesliga kann man den SC Freiburg mit 36 Punkten auf dem achten Tabellenrang wiederfinden. Die Chancen auf einen internationalen Wettbewerb stehen damit noch gut. Fußball-News Saarland (FNS) unterhielt sich in dieser schweren Lage mit Mike Frantz von Fußball-Bundesligist SC Freiburg.

Hier könnt ihr den zweiten Teil des Interviews lesen:

FNS: Kommen wir nun zum sportlichen Bereich. Erinnern wir uns an das Fußballjahr 2008 zurück. Weißt du was jetzt kommt?

Mike Frantz: Puh. Da bin ich nach Nürnberg gewechselt? Da bist du vom 1. FC Saarbrücken in die 2. Bundesliga zum „Club“ nach Nürnberg gewechselt und hast deiner Karriere einen ordentlichen Schub verpasst.

Wo und wie hast du vom Interesse des „Clubs“ erfahren und was waren deine ersten Gedanken?

Mike Frantz: Der erste Kontakt lief über meinen Berater. Wir hatten uns damals mit dem 1. FCS nicht für die Regionalliga qualifiziert. Ich musste die letzten vier Spiele glaube ich mit einem Muskelfaserriss aussetzen. Ansonsten wäre ich nicht weggegangen. Es hat damals schon sehr wehgetan. Ich hatte auch die ersten drei Monate richtig Heimweh und kann jeden verstehen, der sich so fühlte. Ein schlimmes Gefühl. Also ist der FCS für dich schon eine Art Herzensverein? Mike Frantz: Nicht eine Art. Hier war ich das erste Mal im Stadion. Hier hab ich mein erstes Profi gemacht und hier werde ich hoffentlich mein letztes Spiel machen.

Doch dein Start beim „Club“ wurde durch viele Rückschläge von Verletzungen stark beeinträchtigt. Gab es bei dir persönlich Zweifel an dem Wechsel zu Nürnberg aufgrund der Verletzungen?

Mike Frantz: Ich glaube gerade als junger Mensch ist man oft von Ängsten und Zweifel umgeben. Letztendlich wird man erst dann sehen wie stark man wirklich ist, wenn man sich ihnen stellt.

Gleich in der ersten Saison mit Nürnberg konntest du den Aufstieg in die 1. Bundesliga bejubeln. Hast du damit zum Zeitpunkt deines Wechsels gerechnet und wie waren die ersten Minuten nach dem Aufstieg auf dem Rasen?

Mike Frantz: Ich habe mich erst gestern mit jemand über dieser Thema unterhalten. Leider ist alles so schnell geworden, sodass man nicht wirklich die Zeit genießen konnte. Das ärgert mich auch ein wenig, dass ich mir dafür nicht die Zeit genommen habe.

Wer hat dir damals als erstes via WhatsApp zum Aufstieg gratuliert?

Mike Frantz: Das weiß ich leider nicht mehr genau. Nur so viel, dass sich sehr viele Menschen insbesondere aus dem Saarland mit mir gefreut haben.

Erzähl uns; wie verlief die Aufstiegsfeier, gab es irgendwelche unvergesslichen Momente?

Mike Frantz: Auf jeden Fall weiß ich noch das mein Berater, Nazif Haydarovic und Philip Wollscheid gekommen sind. Jungs mit denen ich in Saarbrücken gespielt habe. Und das ein oder andere Glas Alkohol wurde genossen (lacht). Und der Moment auf der Tribüne mit dem Blick auf 50.000 Menschen war krass.

Gehört dein erstes Bundesligaspiel zu den absoluten Top 3 deiner größten Fußballmomenten, wie war das erste Spiel im Oberhaus des deutschen Fußballs?

Mike Frantz: Ja es war auf jeden Fall was Besonderes. Vor allem in der Kürze der Zeit. Von der 4. bis zur 1. Liga.

Von Nürnberg bist du zum SC Freiburg gewechselt, dort sogar zum Kapitän gereift und hast im vergangenen Jahr trotz deiner 33 Jahre noch deinen Vertrag im Breisgau verlängert. Könntest du dir nach deinem Vertrag im Breisgau vorstellen, als gebürtiger Saarbrücker nochmals für den 1. FC Saarbrücken aufzulaufen?

Mike Frantz: Ja! Es wäre schon ein Traum noch einmal das blau schwarze Trikot tragen zu dürfen. Ich hoffe natürlich dass ich gesund bleibe. Ich würde es auch nur dann machen, wenn ich dem Verein noch was geben kann.

Ist es Denkbar Mike Frantz zu einem späteren Zeitpunkt nach der Profikariere irgendwo bei einem saarländischen Amateurclub z.B. als Spielertrainer zu sehen?

Mike Frantz: Ja, auf jeden Fall. Ich habe mal Fußball angefangen zu spielen weil es Spaß macht. Ich habe auch nie aufgehört das Spiel zu lieben! Ich versuche jeden Tag so zu arbeiten, dass ich das Ganze auch noch ein paar Jahre machen kann. Gott hat mir gute Gene gegeben.

Hast du bereits Pläne für die Zeit nach dem Fußball?

Mike Frantz: Ich habe schon eine Idee, in welche Richtung es gehen könnte. Werde dem Fußball erhalten bleiben. In welcher Funktion ist noch offen. Ich kann mir vieles vorstellen.

Am Mittwoch Abend folgt der dritte Teil des Interviews, viel Spaß beim Lesen.

Logo