Taifour Diane sprach mit uns über Training in Zeiten von Corona und vieles mehr

Nicht nur der Fußball, auch sämtliche anderen Sportarten fallen dem Corona Virus derzeit zum Opfer. Fußball-News Saarland unterhielt sich in dieser schweren Lage mit Taifour Diane vom 1. FC Saarbrücken. Er ist Trainer der Frauenmannschaft der Blau-Sc

Taifour Diane sprach mit uns über Training in Zeiten von Corona und vieles mehr

Saarbrücken.

FNS: Hallo Taifour! Herzlich Willkommen und einen schönen guten Morgen.

Erst mal die Frage, geht ́s dir und deiner Familie aktuell gut?

Taifour Diane: Hallo Ralf, mit und meiner Familie geht es in dieser schweren Zeit Gott sei Dank sehr GUT.

Wie hast du eigentlich die erste Information zum Corona-Virus aufgenommen?

Das erste Mal habe ich, wie sicherlich sehr viele, zuerst bei den Nachrichten wahrgenommen.Im Training mit den Mädels spielte dann immer mehr die Angst mit, sich anzustecken. Wir versuchten uns gleich mit Händewaschen und Mundschutz zu schützen, aber es beeinflusste doch das Training.

Ist es deshalb auch wichtig, dass die aktuelle Saison nochmals fortgesetzt wird?

In der jetzigen Zeit ist der Fußball zweitrangig, die Gesundheit der Menschen steht an ersterStelle, die getroffenen Maßnahmen der Politik finde ich Richtig und jetzt heißt es abwarten. Es ist füralle Sportler und Fans aber auch Vereine eine schwere Zeit, die wir Überbrücken müssen. Ob dieSaison zu Ende gespielt werden kann, steht noch in den Sternen. Es liegt nicht in unsere Hand wiees weiter geht. Das entscheiden andere.

Du wurdest in Guinea geboren. Wie kamst Du nach Europa und wo bist Du aufgewachsen?

Ich bin in Guinea aufgewachsen, bis zu meinem 18 Lebensjahr, dann ging ich in die USA und spieltedort 2 Jahre (6 Monate in New York und der Rest in Denver). Diese Zeit war sehr schön für mich, mit drei gewonnenen Titeln, zweimal Meister und einmal Pokalsieger. Ich denke besser konnte es nicht Laufen .Es war eine tolle und unvergessliche Zeit für mich, gerade in diesem Alter.

Wie und durch wen wurdest Du entdeckt?

Norbert Pflippen sah unser Finalspiel und nahm Kontakt auf mit meinem Verein, er wollte mich beiBorussia Mönchengladbach unterbringen, was aber leider zu diesem Zeitpunkt nicht klappte.

Du spieltest ein Jahre in der 1. Bundesliga bei Bayer 04 Leverkusen. Wie war diese Zeit?

So bin ich dann letztlich zu Bayer 04 Leverkusen gelandet. Ich durfte dort mit folgendenFußballgrößen wie Rudi Völler, Ulf Kirstin, Bernd Schuster oder Poulo Sergio spielen. Ich konnte mit meinen 21Jahren sehr viel lernen und mich weiterentwickeln. Mein bester Kuppel war Sergio, doch dann kam meine Schwere Knieverletzung die mich über acht Monate außer Gefecht setzte, das war eine sehr schwere Zeit für mich. Mein Vertrag lief bei Leverkusen aus und ich wechselte zu Gladbach.

Deine Vita geht von Leverkusen II – M.Gladbach II – Alemannia Aachen und durch alle viergroßen Vereine im Saarland. Wo lagen die Unterschiede in den Vereinen?

Zuerst spielte ich bei der zweiten Mannschaft der Fohlen und später Trainierte ich auch mit den Profis mit. Unter Bernd Kraus und mit Stephan Effenberg – Karlheinz Pflipsen und unserem starkenTorwart Uwe Kamps, um nur einige zu nennen. Es war eine tolle Zeit und Möglichkeit nach meinerschweren Verletzung.Bei den Vereinen im Saarland gab es keine großen Unterschiede, alle trainierten unter Profibedingungen, es war allen eine schöne und erfolgreiche Zeit für mich.

Wir kennen uns jetzt schon so um die 10 bis 12 Jahre. Als ich beim Frauenfußball tätig war,hattest Du auf der Fahrt nach Hamburg nur darüber gelächelt. Hat sich das in den Jahren geändert als Trainer bei den Frauen?

Ja, Ralf, das stimmt (lacht). Ich hatte bis dato nur zwei Spiele der Frauenmannschaft des 1 .FC Saarbrücken gesehen in der 1. Bundesliga. Und jetzt bin ich schon fast sieben Jahre Trainer bei den Frauen und ich habe immer noch sehr viel Spaß mit den Mädels.

Ihr hattet euch doch bestimmt die Saison 2019/20 anders vorgestellt, war damit zu rechnen dass es um den Abstieg geht?

In der Hinrunde der Saison war es für uns eine erfolgreiche Saison, doch wir kamen sehr schlecht aus der Winterpause. Die vielen Verletzungen konnten wir in dieser Masse nicht mehr kompensieren. Unser Ziel war ja nicht der Aufstieg in die erste Liga.

Wo liegt Deiner Meinung nach der Unterschied zwischen den Frauen und dem Herrenfußball?

Der Unterschied zu den Frauen ist das körperbetonte und schnellere Spiel. Bein Training unterscheidet sich nichts zu den Männern. Technisch stehen die Frauen den Herren in Nichts hinterher. Die Frauen spielen mit sehr viel Leidenschaft, weil Sie den Sport lieben und nicht wergen dem Geld was gezahlt wird in der 2 .Bundesliga der Frauen.

Welche Hobbys hast Du neben dem Fußball?

Ich tanze gerne südamerikanische Tänze wie Salsa aber spiele auch Tennis zum Ausgleich. In dieser Corona Krise geht nur noch laufen oder mit dem Rad an der Saar lang fahren.

Vielen Dank für das Interview.

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