Florian Fromlowitz im Interview mit FNS über seine Zeit als Profi und vieles mehr

Nicht nur der Fußball ist durch die Beschränkungen, die der Corona-Virus mit sich bringt stark eingeschränkt. Allgemein sieht der Alltag vieler Menschen, deren Berufsgruppen momentan pausieren, etwas anders aus als sonst, auch bei Florian Fromlowitz.

Florian Fromlowitz im Interview mit FNS über seine Zeit als Profi und vieles mehr

Landstuhl. Dass der Fußball durch den Corona-Virus aktuell pausiert und viele Profifußballer daher aktuell ihrer Arbeit nicht nachgehen können, wurde bereits mehrfach berichtet. Aber auch viele andere Berufsgruppen haben unter der Situation zu leiden. Wie sieht es also bei den ehemaligen Bundesliga-Profis aus, deren Hauptbeschäftigung nicht mehr der Fußball ist? Wir haben mit Ex-Fußballprofi Florian Fromlowitz gesprochen und uns von ihm seinen Alltag und vieles mehr schildern lassen.

Hier lest ihr den ersten Teil des Interviews:

FNS: Hallo Florian! Herzlich Willkommen und einen schönen guten Morgen. Erst mal die Frage, gehts dir aktuell gut?

Danke der Nachfrage, soweit sind meine Familie mit unseren drei Kindern alle gesund was in dieser Zeit das größte Geschenk ist.

Aktuell können/dürfen viele nicht arbeiten gehen. Was machst du nach deiner Profifußballkariere aktuell und darfst du deiner Arbeit nachgehen?

Nach der Invalidität 2015 und der letzten Station beim FC Homburg habe ich eine Umschulung zum Sport und Fitnesskaufmann nach zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen. Seitdem arbeite ich in einem Fitnessstudio in Pirmasens, seit dem 17. März haben wir auf behördliche Anweisung geschlossen.

Wie sieht denn dadurch aktuell dein Alltag aus?

Es gibt immer was zu tun und mit den Kindern im Alter von 7, 6 und 1 Jahren. Da ist immer was los. Da wird es nie langweilig. Haushalt, Erziehung und Belustigung in dieser schwierigen Zeit stehen an erster Stelle. Das Wetter spielt im Moment auch mit und das nutzen wir aus.

Wie hast du eigentlich die erste Information zum Corona-Virus aufgenommen?

Anfangs war die Situation eher entspannt, weil ich ein positiv eingestellter Mensch bin und keine Angst bzw. Panik verbreite. Aktuell nimmt man es natürlich ernst und geht respektvoll damit um. Es geht jetzt um unsere ältere Generation, die sollte man schützen und sich an die Regeln halten, bis die Lage wieder stabil ist.

Gibt es denn bei deinem aktuellen Verein, dem SV Steinwenden, oder in deinem Umfeld einen Verdachtsfall?

Nein, davon habe ich bisher Gott sei Dank Nichts erfahren.

Hat das ganze mentale Einflüsse auf dein Leben genommen, siehst du dadurch manche Dinge nun anders? Nein, ich finde es eher eine sehr gute Prüfung oder Herausforderung für unsere Gesellschaft ,die Aspekte der Hygiene und Verantwortung gegenüber unseren Mitmenschen sollte schon immer oberste Priorität sein. Wir sehen aktuell wie gut es uns wirklich geht, das sollten wir zu schätzen wissen auch wenn der wirtschaftliche Schaden nach der Krise sehr hoch sein wird.

Kommen wir nun zum sportlichen Bereich. Erinnern wir uns an das Fußballjahr 2005/2006 zurück. Kannst du dir vorstellen, um was es jetzt geht?

Ja, ich hatte das Glück mit 19 Jahren in meinem Heimatklub in der 1. Liga im Tor zu stehen. Ein großes Privileg, das man nie vergessen wird.

Deine ersten Gedanken zu deinem Aufstieg in die Profimannschaft des 1. FC Kaiserslautern?

Einfach genial, weil auch viele Jungs aus der Jugend mit Halfar Reinert und Schönheim dabei waren, ne geile Zeit

In Kaiserslautern hat dich Gerry Ehrmann ausgebildet. Zuletzt wurde er gefeuert. Wie hast du Rauswurf von Gerry wahrgenommen?

Ein enormer Schockmoment, auch wenn klar war, dass der Zeitpunkt irgendwann kommen wird. Die Hintergründe kennen dennoch nur der Verein und Gerry, da hat man sich kein Urteil zu erlauben. Ich kann zu Gerry nur Gutes und Positives sagen, was ich in meinem Instagram Account schon kundgegeben habe.

2008 bist du zu Hannover 96 gewechselt. Wo und wie hast du vom Interesse der 96er Erfahren?

Vor dem Interesse der Hannover habe ich Verhandlungen mit dem VfL Wolfsburg geführt, die sich dann zerschlagen haben. Dadurch ist Hannover dann auf mich aufmerksam geworden und der damalige Manager Hochstätter kontaktierte meinen Manager, worauf ein persönliches Gespräch zwischen dem damaligen Trainer Dieter Hecking und mir folgte. Nach dem Gespräch war ich sehr vom Verein angetan und habe das Interesse des Vereins gespürt. Daher habe ich mich für den Wechsel entschlossen. Auch sportlich hat für mich alles gepasst. Sportlich hatte ich damals mit meinem Kreuzbandriss und dem drohenden Abstieg mit Kaiserslautern in die dritte Liga eine schwierige Zeit. So wollte ich wieder in der ersten Liga angreifen können, auch mit der Voraussetzung hinter Robert Enke die Nummer 2 zu sein. Trotzdem hat mir diese Zeit sehr, sehr viel gebracht und war definitiv die richtige Entscheidung.

Der zweite Teil des Interviews folgt.

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