Durchhalten bei SGSLR bis zum Neustart

Solange die Trainingsplätze und Sporthallen gesperrt sind, nimmt man die Laufschuhe und dreht Runden um einen Weiher – natürlich mit dem geforderten Abstand.

Durchhalten bei SGSLR bis zum Neustart

Schiffweiler/Landsweiler/Reden. Bei Fußball Landesliga-Spitzenreiter SG 08 Schiffweiler/Landsweiler-Reden hat man sich inzwischen mehr schlecht als recht mit der aktuellen Situation um das Corona-Virus arrangiert. Solange die Trainingsplätze und Sporthallen in der Gemeinde gesperrt sind, nimmt man halt bei der SGSLR die Laufschuhe und dreht Runden um den Itzenplitzer Weiher.

Für den Club lief die Runde in der Landesliga Nord Staffel bislang wie geschmiert. Vor der Unterbrechung der Spielrunde durch Corona war das Team von Spielertrainer Sascha Neumann Tabellenführer, der Wiederaufstieg in die Verbandsliga Nordost war das feste Ziel des Vereins.

Mittlerweile wäre man bei der SGSLR sehr froh, wenn überhaupt wieder der Fußball Alltag stattfinden könnte. „Der Trainingsbetrieb ruht, all unsere Sportplätze und die Sporthallen der Gemeinde Schiffweiler sind aus Sicherheitsgründen geschlossen. Das einzige, was unseren Spielern noch bleibt, sind Laufeinheiten. Wir laufen meist um den Itzenplitzer Weiher in Heiligenwald, entweder zu zweit oder auch alleine, da trifft man sich, aber wir dürfen ja nicht mal lange zusammenstehen und uns unterhalten“, weist Neumann auf die derzeitige Ausnahmesituation hin.

Sein Team ist in der Landesliga Nord Staffel mit einem Punkt Vorsprung vor dem FC Hertha Wiesbach II ganz vorne mit dabei, hat den Wiederaufstieg in die Verbandsliga Nordost fest im Blick.

„Wir wollen am Ende nicht als Profiteur eines frühzeitigen Saisonendes dastehen, es wäre sicher allen daran gelegen, wenn die Runde zu Ende gespielt wird. Niemand weiß aber, ob und wann es weitergehen wird, deshalb können wir auch nicht auf einen Zeitpunkt hinaus arbeiten, das hat es bislang so noch nie gegeben. Wir könnten damit Leben, wenn wir in den Monaten Mai und Juni durchgehend englische Wochen hätten, das ist dann sicher das kleinere Problem für unseren Club. Auch über den 30. Juni hinaus könnte gespielt werden, Hauptsache es geht im Amateurbereich weiter.

Wir wissen aber auch, dass das nur der Fall ist, wenn sich die Lage schnell und eindeutig bessert und die Gesundheit nicht mehr gefährdet ist“, sagt Neumann. „Eine Zeitlang kann man mit individuellen Trainingsplänen arbeiten, das muss man ja auch nach einer Verletzung. Aber das ersetzt kein Mannschaftstraining im Kreise mehrerer Spieler zusammen. Wir befolgen die derzeitigen Verordnungen und Anweisungen der Ämter, wir hoffen ja, dass die Krise damit schneller bewältigt werden kann. Wir müssen als jüngere Menschen unseren Bewegungsdrang nun etwas zügeln, damit es bald weitergeht“, weist er auf die Ungeduld seiner Generation hin. „Aber man muss auch die wirtschaftliche Seite sehen, wir schließen Verträge mit Spielern ab, die Spieler und die Vereinsheime haben keine oder weniger Einnahmen, die Sponsoren und diejenigen, die mit dem Verein werben, ziehen bei längerem Stillstand ihre Investitionen zurück. Fünf oder sechs Spiele können wir das vielleicht durchstehen, aber wenn es erst in der kommenden Runde weitergeht, wird es für viele Vereine finanziell eng“, befürchtet er. Neumann weiß auch, dass es bei einem Saison-Abbruch keine Lösung gibt, die allen gerecht wird. Die SG 08 war zum Zeitpunkt der Unterbrechung Erster und stand auch zum Ende der Hinrunde ganz vorne. Deshalb sieht er sein Team da im Vorteil. „Wenn es so entschieden wird, dass es nur Aufsteiger und keine Absteiger gibt und die neue Verbandsliga-Runde mit achtzehn Mannschaften spielt, müssten wir eigentlich dabei sein“.

Aber die Entscheidung auf dem Platz wäre dem Landesliga-Tabellenführer von Trainer Neumann wesentlich lieber. Sollte es am Sonntag, den 26. April, weitergehen, stünde das Heimspiel gegen die Sportfreunde Güdesweiler im Mühlbachstadion in Schiffweiler auf dem Terminkalender.

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