Zwei Tore-Show von M´Passi und der Thomé-Rückhalt

Hertha Wiesbach zeigte bei neuen Lichtbedingungen seinen Zuschauern eine starke Vorstellung

Zwei Tore-Show von M´Passi und der Thomé-Rückhalt

Wiesbach. Zum 8.Spieltag konnte Fußball-Oberligist FC Hertha Wiesbach erstmals mit einer neuen Flutlichtanlage ins Heimspiel starten – Im Vergleich zu den Vorspielen überraschte Hertha-Trainer Michael Petry die Gäste aus Jägersburg mit einer Systemumstellung. Vor heimischem Publikum verbuchte die Hertha-Mannschaft einen 4:0-Kantersieg und sammelte drei weitere Punkte ein. In der Tabelle der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar – Gruppe Süd ist der FC Hertha Wiesbach nach acht Spieltagen mit sieben Zählern auf dem neunten Tabellenrang – und damit nähert sich die Petry-Elf der Aufstiegsrunde. Am kommenden Wochenende bestreitet Wiesbach dann ein weiteres Derby auf saarländischen Untergrund; auswärts bei der SV 07 Elversberg II – Jägersburg bekommt mit Diefflen im Saarderby zu tun.

Zukünftig ist der Kunstrasenplatz im Prowin-Stadion mit einem stärkeren Licht ausgestattet und man kann das Stadion auch bei Abendspielen in besten Voraussetzungen ausleuchten, ein LED-Lampensystem statt dem vorherigen dunklen Flutlicht. Das neue Lampensystem im Prowin-Stadion kann man in drei Stufen hochstellen, sodass auch bei schwierigsten Abendbedingen optimale Voraussetzungen geschaffen sind. Dazu noch die Stadionanzeigetafel im Prowin-Stadion – lassen den FC Hertha Wiesbach nochmals deutlich professioneller aussehen.

Hertha-Trainer Michael Petry musste vor dem Anpfiff die Spielerausfälle von Lukas Paulus (gesperrt) sowie auf die Verletzten Sven Sellentin, Moritz Koch, Christian Schubert, Tim Schäfer und Torwart Marlon Beckinger in seinem Aufgebot verzichten. Bei der Gäste-Mannschaft aus Jägersburg fehlten nur Frederic Ehrmann (verletzt) und Niklas Holzweißig in der Startformation. Während mit Steven Simon, der Ex-Kapitän der Jägersburger-Mannschaft in der Startelf beim FC Hertha Wiesbach stand, musste der ebenfalls neue aus Jägersburg, Tim Schäfer, gegen seine alten Mitspielern verletzungsbedingt passen und musste zuschauen.


Lange mussten sich die Zuschauer bei Eisigen Temperaturen im Prowin-Stadion aber nicht gedulden, nach wenigen Sekunden führte Hertha Wiesbach schon; Giovanni Runco bediente Fabio Pelagi, der querlegte auf Nico Wiltz und auch dieser den besser positionierten Ruddy M´Passi (1.) anspielte – im ersten Torabschluss knallte der Hertha-Angreifer den Ball noch an den Pfosten, im Nachschuss versenkte M´Passi dann zum Hertha-Jubel – 1:0. Ein Wegweiser in den weiteren Spielverlauf, denn nur acht Minuten später die nächste Hertha-Großchance durch Fabio Pelagi (9.). Doch FSV-Schlussmann Mirko Vogel hielt die Kugel in seinen Händen fest. Im Spielaufbau der Gäste sah man dagegen bis Dato bis auf etliche Fehlpässe nicht viel. Ebenso auch nur drei Zeigerumdrehungen später, Fabio Pelagi (12.) von den Gastgebern mit der nächsten Riesenchance – die wiederum unbestraft blieb. Jägersburg kam in der ersten Viertelstunde mit viel Glück davon und hatte dank ihres Torhüters Mirko Vogel einen starken Rückhalt. Spätestens acht Minuten danach erhitzen sich die Gemüter auf der Zuschauertribüne im Prowin-Stadion enorm; Fabio Pelagi (20.) sprintete in Richtung FSV-Schlussmann Mirko Vogel, lupfte das Leder über den Keeper und Kapitän Julian Fricker klärte in höchster Not auf der Torlinie – doch Torwart Vogel senste beim Herauslaufen Herthas Pelagi um; Schiedsrichter Jan-Erik Breuer zeigte nichts an. Sekunden weiter der nächste Hertha-Torjubel; Eckball von Jan-Lucas Bidot, Jägersburg klärte den Ball zu kurz raus und Giovanni Runco (21.) versenkte ähnlich wie Arjen Robben zum 2:0 seiner Hertha. Anschließend folgte der „Anthony Modeste“-Torjubel vor dem Vereinsfotografen. Wiederrum nur ein kurzer Augenblick später, konnte Stadionsprecher Christoph Herrmann erneut die Hertha-Torhymne anschalten; Ruddy M´Passi krönte seine starke Vorstellung nach einem langen Ball mit einem Lupfer zum 3:0 des FC Hertha Wiesbach. Halbzeitpause in Wiesbach – Jägersburg konnte erstmal verschnaufen. 


Nach dem Seitenwechsel zeigten die Gäste mit einem Torabschluss von Alexander Schmieden (57.) neben das Gehäuse den ersten Höhepunkt. Dennoch präsentierte die Petry-Mannschaft wiederrum den ersten Hochkaräther. Nico Wiltz (59.) bediente Ruddy M´Passi, doch FSV-Akteur Tim Schneider konnte sich in den Torabschluss werfen und klären. Nun entwickelte sich Hertha-Keeper Leon Thomé zum entscheidenden Matchwinner; erst war der 21-Jährige gegen Paul Manderscheid (67.) zur Stelle, dann parierte er einen Strafstoß von Tim Pommerenke (68.) und auch eine Szene weiter konnte Thomé erneut als Sieger hervorgehen und bewahrte seine Mannschaft vor einem Gegentreffer. Postwendend nach der Jägersburger-Serie erzielte der zuvor eingewechselte Lukas Mittermüller (75.) den Schlusspunkt- 4:0. Per Volleyabnahme markierte der Ex-Quierschieder seinen Treffer. Ende.


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