Rote Karte als Spielentscheider! Hertha Wiesbach in zehn Minuten zur deutlichen Niederlage

Geburtstagskind Jan Umlauf und seine Wiesbacher gaben in Trier innerhalb zehn Minuten einen sichergeglaubten Punkt ab und verlieren deutlich – außerdem musste Umlauf mit Rot vom Platz.

Rote Karte als Spielentscheider! Hertha Wiesbach in zehn Minuten zur deutlichen Niederlage

Trier. Seinen Geburtstag hat sich Mittelfeldmotor Jan Umlauf bestimmt anders vorgestellt. Der ging nämlich deutlich in die Hose. In der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar musste Hertha Wiesbach vor 1.084 Zuschauern eine deutliche Auswärtspille im Trierer Moselstadion einstecken. Nicht mit von der Partie konnten David Jostock, Hendrik Schmidt, Jan-Lucas Bidot, Christian Sossah, Christian Schubert (alle verletzt) und Oliver Hinkelmann aufgrund einer Sperre sein. Zu mindestens Bidot und Hinkelmann sollen im Heimspiel gegen ihren ehemaligen Club am kommenden Wochenende in den Kader der Hertha-Mannschaft zurückkehren. Ein schon fest eingeplanter Punktgewinn der Saarländer wurde binnen zehn Minuten ausgeträumt und zum weiteren verlor man mit Jan Umlauf vorzeitig einen Spieler; denn Umlauf (78.) sah von Schiedsrichter Daniel Greef den roten Karton – einen etwas zweifelhaften. Am kommenden Spieltag muss man im heimischen Prowin-Stadion im Saarderby gegen die SV 07 Elversberg II ran. Ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Verein für einige Herthaner.

In vier von vier Duellen gegeneinander konnten die Saarländer zuletzt immer in Führung gehen, doch nun sollte sich das Heft wenden. Der erste Durchgang bot den Zuschauern im Moselstadion nicht viel Spektakel, es gab zwar die ein oder andere Torchance, doch zum größten Teil war es eine Abtastphase beider Seiten. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es dann etwas spannender; in der 41.Minute bediente Nico Wiltz den besser positionierten Ruddy M´Passi, der Marcel Jung (41.) den Vorzug ließ und dieser nur knapp am Torerfolg scheiterte. Wenige Sekunden danach spielte Fabio Pelagi den freistehenden Lukas Paulus an – und auch dieser hatte nur knapp verfehlt. Mit dem Pausenpfiff verfehlte M´Passi (44.) dann mit einem Kopfballversuch ebenfalls nur knapp den Führungstreffer.

Halbzeit: „ SV Eintracht Trier 05 – FC Hertha Wiesbach 0:0 „

Es war eigentlich eine typische Unentschieden-Partie. Zunächst vergab M´Passi (54.) nach schöner Einzelaktion. Plötzlich kam es dann bei den Saarländern aus Wiesbach zum entscheidenden Punkt; Jan Umlauf (78.) sah nach einem Einsteigen gegen Eintracht-Kapitän Maurice Roth von Schiedsrichter Daniel Greef die Rote Karte – zur großen Verwunderung aller Hertha-Anhänger im Stadion. Die Aktion von Umlauf war zwar hart, aber mit etwas mehr Fingerspitzengefühl hätte man bei dieser Situation auch eine gelbe Karte zeigen können, zumal Umlauf nach eigener Aussage seinen Gegenspieler nicht berührte. Fakt ist, Wiesbach war ab dem Zeitpunkt ein Mann weniger und sollte dies auch ordentlich zu spüren bekommen; Edis Sinanovic (80.), Dominik Kinscher (84./Strafstoß) und ein Doppelpack von dem zuvor eingewechselten Jan Brandscheid (89. & 90.) ließen Hertha Wiesbach innerhalb zehn Minuten aus den Socken fallen und bejubelten ein Schützenfest. Die Rote Karte war der Knackpunkt der Partie für die Petry-Elf. Schluss.

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