Ludwigspark wird teurer

Für Oberbürgermeister Uwe Conradt hat die Fertigstellung des Ludwigsparkstadions hohe Priorität. „Wir tun alles, um zu ermöglichen, dass der Ludwigspark so früh wie möglich fertig wird. Wir befinden uns derzeit in einer kritischen Phase“, sagt Conrad

Ludwigspark wird teurer

Für Oberbürgermeister Uwe Conradt hat die Fertigstellung des Ludwigsparkstadions hohe Priorität. „Wir tun alles, um zu ermöglichen, dass der Ludwigspark so früh wie möglich fertig wird. Wir befinden uns derzeit in einer kritischen Phase“, sagt Conradt.

Der Oberbürgermeister weiter: „Ich habe bereits am ersten Tag meiner Amtszeit erfahren müssen, dass die Baustelle in einem Zustand ist, der ein Handeln erfordert. Seitdem arbeite ich mit Hochdruck an Lösungen, informiere mich auf der Baustelle sowie in intensiven und konstruktiven Gesprächen mit den Bau-Verantwortlichen über den Projektstand. Der aktuelle Zeitplan gilt nicht mehr als gesichert, er wird derzeit auf Basis des Baufortschrittes überarbeitet und fortgeschrieben. Die Abläufe und Entscheidungen der Vergangenheit kann ich nicht mehr ändern. Die Projektbeteiligten und ich sind uns einig, dass wir nun gemeinsam nach vorne blicken müssen. Das Wichtigste ist, die Baustelle winterfest zu machen und die Arbeiten beschleunigt voranzubringen. Weitere Bauverzögerungen würden nur zusätzliche Kosten verursachen.“

Der Umbau des Stadions ist laut städtischem Gebäudemanagementbetrieb (GMS) derzeit noch im Budget, 15 Prozent der Aufträge stehen aber noch an. Nach Einschätzung von GMS ist aus der Erfahrung mit anderen Projekten dieser Größenordnung stets mit Nachträgen zu rechnen.

Dann wäre die Gesamtfinanzierung nicht gesichert, Aufträge könnten nicht mehr vergeben werden. Aus diesem Grund bringt die Stadtverwaltung am Dienstag, 29. Oktober, eine Vorlage in den Stadtrat ein mit dem Vorschlag, zusätzlich zwei Millionen Euro aus dem Haushalt an GMS fließen zu lassen. Damit soll abgesichert werden, dass die Baustelle am Laufen gehalten werden kann. Dieses Vorgehen ist mit dem Saar-Innenministerium abgestimmt.

Eine weitere Million Euro für Maßnahmen zur Vorbereitung des Spielbetriebs

Der Stadtrat wird zudem in seiner Sitzung über die Bereitstellung von Mitteln in Höhe von einer weiteren Million Euro entscheiden, die notwendig sind, um das Stadion in Betrieb nehmen zu können. Diese Investitionen fließen zum Beispiel in zwei neue moderne LED-Anzeigetafeln, die später zum Teil über eine Vermarktung über Dritte refinanziert werden. Ein weiteres Beispiel ist die Ausstattung der acht Kioske, die an Dritte vermietet werden sollen.

Die Kosten für den Umbau und Betrieb des Stadions belaufen sich auf derzeit mindestens 41 Millionen Euro. „Für mich ist inzwischen klar, dass im weiteren Umbau noch Unwägbarkeiten stecken. Niemand kann zurzeit sagen, wie hoch die Gesamtkosten letztendlich ausfallen werden. Wir müssen den Umbau des Ludwigsparks zum Abschluss bringen. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir kontinuierlich über den Stand des Projektes informieren“, betont Conradt und sagt abschließend: „Wir können und müssen aus diesem Umbau für künftige Projekte lernen, Handlungskompetenz beweisen und Vertrauen bei allen zurückgewinnen.“

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