Videokonferenz mit den Vereinen

Premiere beim Saarländischen Fußballverband. Adrian Zöhler und Andreas Schwinn informieren die Vereine online über den aktuellen Stand der Dinge.

Videokonferenz mit den Vereinen

Saarbrücken. Ungewöhnliche Zeiten bedürfen ungewöhnliche Maßnahmen. So kam es gestern Abend und heute Morgen zu einer Premiere beim Saarländischen Fußballverband (SFV). Der SFV lud alle saarländische Fußballvereine und seine Mitarbeiter zu einem Videotalk mit dem SFV-Vorstand - „Clubheim Online“ ein. Rund 110 Teilnehmer gestern Abend und rund 70 Teilnehmer heute Morgen zeigten ein großes Interesse.

Der Vizepräsident Adrian Zöhler moderierte mit Geschäftsführer Andreas Schwinn durch den Talk. Auch weitere Vorstandsmitglieder waren Teilnehmer der Runde.

Es wurden viele Fragen zur aktuellen Situation beantwortet und die Vereine über den Stand der Dinge informiert.

Hier gibt es eine kurze Zusammenfassung durch FNS:

Der SFV stellt zwei mögliche Szenarien vor, wie mit der aktuellen Saison 2019/2020 umgegangen werden kann, sowohl im Herren als auch Jugend- und Frauenbereich.

Szenario 1. Abbruch der Saison zum jetzigen Zeitpunkt um so schnell Klarheit zu schaffen. Die nächste Saison 2020/2021 kann theoretisch dann schon geplant werden. Bedenken gibt es wie wird mit Meistern und/oder Absteigern gearbeitet. Das größte Problem bei diesem Szenario ist aber sicherlich, dass es keine Rechtsgrundlage dafür gibt. Hier warnen Rechtsexperten vor einer Klagewelle der Vereine.

Szenario 2. Saison weiter aussetzen und frühstens ab 01.09.2020 oder ab dem Zeitpunkt wann Fußballspiele wieder erlaubt sind, fortzusetzen. Es wird zum heutigen Zeitpunkt davon ausgegangen das Fußballspiele auch im Amateurbereiche zu Großveranstaltungen zählen und diese sind nach Beschluss der Bundesländer mit der Bundesregierung bis 31.08.2020 verboten. Vorteil dieses Szenarium wäre die Saison könnte „sauber“ abgeschlossen werden und Auf- und Absteiger könnten sportlich ermittelt werden.

Der SFV will über diese beiden Szenarien in einem außerordentlichen Verbandstag abstimmen lassen und dadurch eine saubere Rechtsgrundlage zu schaffen. Dabei könnte auch ein „online“ Verbandstag oder ein schriftliches Umlaufverfahren aller Vereine durchgeführt werden.

Der SFV wird am Montag eine Onlineumfrage über das E-Postfach unter den SFV-Vereinen durchführen um ein Stimmungsbild zu den beiden Szenarien zu bekommen. Hierbei wird klar betont es ist lediglich ein Meinungsbild mit dem der SFV Vorstand weiter arbeiten kann und kein fester Beschluss. Ein Beschluss kann nur über ein Verbandstag erfolgen.

Neben der Onlineumfrage wird jedem Verein auch eine Zusammenfassung der beiden Onlinetalks zu gehen.

Adrian Zöhler informiert weiterhin über die Aktivitäten des SFV auf Bundes- und Landesebene auch mit unterschiedlichen Politikern um eine finanzielle Förderung der Vereine zu erreichen. „Ich kann versichern, dass die Gelder der Sportplanungkommission sicher sind und nicht reduziert werden“, so Zöhler in der Runde.

Er bittet alle Vereine, sofern noch nicht geschehen, den Online-Fragebogen des LSVS über mögliche finanzielle Verluste der einzelnen Vereine unbedingt auszufüllen um auch so eine Grundlage bei der Gewinnung von Fördergeldern zu bekommen.

Wie es mit der Pokalrunde weitergeht wird abhängig davon sein, ob der DFB seine Pokalrunde aussetzt oder verschiebt. „Es kommt darauf an wann der DFB ein Pokalteilnhmer des Saarlandes braucht“, so Schwinn, der hier auf eine Entscheidung des DFB wartet bevor über die Pokalrunde im Saarland entschieden werden kann.

Auch ist nach heutigem Stand noch nicht absehbar wann mit dem Trainingsbetrieb weiter gehen kann. Hier sind konkrete Regelungen der Bundesländer nötig.

Viele Informationen bietet der SFV auch über seine Homepage https://www.saar-fv.de/corona/ allen Vereinen an. Hier gibt es auch Informationen über den Umgang mit Spielerverträgen etc., die zurzeit zu großen Fragen bei den Vereinen führt.

Vizepräsident Adrian Zöhler zum Abschluss: „Ich bin mit den beiden Konferenzen sehr zufrieden. Über 170 Teilnehmer zeigen, dass dieser Austausch notwendig und wichtig war. Sicherlich wird es nicht die letzte Videokonferenz des SFV gewesen sein“.

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