Spielabbruch! Freundschaftsspiel mit Polizeieinsatz beendet

Das Freundschaftsspiel zwischen der DJK Rastpfuhl-Rußhütte und dem Saarbrücker SV musste abgebrochen werden.

Spielabbruch! Freundschaftsspiel mit Polizeieinsatz beendet

Erneut musste am Wochenende ein Fußballspiel im Saarland abgebrochen werden. Eigentlich sollte nur ein Freundschaftsspiel zwischen den beiden Vereinen ausgetragen werden, doch es wurde zu einem Spiel mit unschönen Szenen. In der letzten Zeit häufen sich die Spielabbrüche, bei denen zusätzlich die Polizei anrücken muss. Furchtbare Szenen, die sich mittlerweile im saarländischen- bzw. deutschen Amateursport abspielen.

So auch am Wochenende in dem Freundschaftsspiel zwischen den beiden Kreisligisten DJK 08 Rastpfuhl-Rußhütte und dem Saarbrücker SV. Gerade einmal 11 Minuten Spielzeit standen noch auf der Uhr, als der Schiedsrichter angepöbelt wurde. Der brach daraufhin die Partie vorzeitig ab.

Unseren Recherchen zufolge soll es sich um regelrechte Jagdszenen gehandelt haben.

Das war passiert:

Nach einem Eckball der Gastgeber soll es in unmittelbarer Nähe des Strafraumes zu einem Zusammenprall zwischen zwei Spielern beider Vereine gekommen sein. Der Spieler von den Gästen (Saarbrücker SV) blieb allerdings am Boden liegen und der Schiedsrichter ließ die Partie weiterlaufen, da kein Regelverstoß vorlag. Aus dieser Situation heraus wurde ein Tor erzielt. Alexander Matinovic (DJK 08 Rastpfuhl-Rußhütte) erzielte den 1:2-Anschlusstreffer und machte die Partie aus Sicht der Heimmannschaft nochmal spannend.

Nach dem Anschlusstreffer wollte der Schiedsrichter nach dem am Boden liegen gebliebenen Spieler des Saarbrücker SV schauen und wurde in diesem Zusammenhang angegangen. Ein Spieler vom Saarbrücker SV kam zum Schiedsrichter angestürmt und soll diesen nach Zuschaueraussagen so massiv angeschrien haben, dass der Schiedsrichter die rote Karte zücken musste. Eigentlich wurde er mit diesem Platzverweis des Feldes verwiesen, doch der Akteur vom SVS akzeptierte diese Entscheidung nicht.

Nun sollte es erst richtig losgehen, der Schiedsrichter wollte die Partie mit einem Anstoß fortsetzen und ging in Richtung Mittelkreis - dabei wurde die Stimmung aggressiver. Der Spieler soll den Schiedsrichter verfolgt, ihm zu nahe gekommen sein und ihn dabei auch noch angerempelt haben. Unmögliche Szenen bei einem Freundschaftsspiel.

Laut Zuschaueraussagen soll sich der Spieler auch deutlich im Tonfall vergriffen haben und den Schiedsrichter mit den Worten „Idiot“ oder „Witzfigur“ ausgesprochen haben. Sätze wie „Es ist ein Witz, was du hier pfeifst“ sollen auch gefallen sein - so beschrieb es ein Zuschauer gegenüber FNS.

Der Schiedsrichter soll sich danach nicht mehr sicher gefühlt haben und flüchtete rasch in seine Schiedsrichterkabine. Um sich persönlich davor zu schützen, sperrte er seine Kabine von Innen ab. Dann konnten alle sehen, wie der Spieler den Schiedsrichter auf dem Weg in die Schiedsrichterkabine verfolgte und vor dieser randalierte. Er wollte dabei die Tür öffnen, hatte aber keinen Erfolg. Anschließend trat er von außen mit derartiger Wucht gegen die Tür, dass diese irgendwann nachgab und sich ein Stück öffnete. Laut des Zuschauers versuchten mehrere Personen den Spieler vom Saarbrücker SV ohne Erfolg zu beruhigen.

Er brüllte und randalierte weiter, drohte dem Schiedsrichter sogar Gewalt an.

Furchtbare Szenen, die im Amateursport eigentlich nichts zu suchen haben.

Anschließend fühlte sich der Schiedsrichter wohl nicht mehr sicher und alarmierte die Polizei. Daraufhin soll der Spieler nochmals öfters gegen die Schiedsrichterkabine eingetreten haben. Nach dem die Polizei eintraf, beruhigte sich die Situation.

Ein ganz schlimmer Vorfall bei einem Freundschaftsspiel.

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